Der Schmetterling unter den Hunden  

   Bericht

Im Beitrag des Films wurde spannend gezeigt, dass Hunde schon frühzeitig den Erkrankten auf bevorstehende Ereignisse, wie Krampfanfälle oder Diabetesschocks, aufmerksam machen und Ihnen dadurch die Möglichkeit geben entsprechend darauf zu reagieren. Natürlich wird in diesem Zusammenhang nur von bestimmten Rassen in der Zucht berichtet, aber es sollte nicht dazu führen die Meinung zu schaffen, dass nur diese Hunde solche Instinkte aufweisen.


Wesen und Eigenschaften des Papillons

Der Papillon ist ein lieber, aufgeweckter und anhänglicher Familienhund. Der kleine Vierbeiner ist sehr anspruchslos und die Erziehung ist „fast“ einfach.
Er liebt das Spielen und Toben in freier Natur und ist sehr kinderfreundlich. Durch seine anhängliche und verschmuste Wesensart, sein kleines Gewicht, ist er auch ein treuer Begleiter für Senioren.
In der Natur fühlt sich der kleine Kerl sehr wohl, jedes Lebewesen das sich bewegt, besonders Vögel interessiert ihn und er rennt hinterher (solange er sie im Blickfeld hat), er ist sehr vital und bewegungsfreudig. Sein schönes, seidiges, weißes Haarkleid ist sehr pflegeleicht.
Einmal am Tag Kämmen und Bürsten, besonders an den Ohrfransen reicht, um Verfilzungen zu vermeiden. Schmetterlingshunde sind sehr hübsch und eitel, mutig, agil und auch hochintelligent.
Sie zählen zu den 10 intelligentesten Hunderassen.


Warum einen Papillon?

All diese positiven Eigenschaften haben uns überzeugt einen kleinen Vierbeiner anzuschaffen.
Wir hatten uns sofort in diese Hunderasse verliebt, es war Liebe auf den ersten Blick, weil sie auch für unsere Wohnverhältnisse in der Stadt gut angepasst ist.
Da wir noch keine Erfahrung mit der Hundehaltung hatten, wurde recherchiert, viel gelesen, wir mussten sorgfältig abwägen, ob solch ein neuer Hausgenosse auch wirklich zu uns passt und sich in unsere Lebensgewohnheiten gut einfügt. Unterstützung gab uns die Züchterin.
Seit September 2003 ist Charline von der Zwergenburg nun unser neues, vollwertiges Familienmitglied.
Wir sind nun stolzer Besitzer einer kleinen Papillonhündin und sehr glücklich über unsere Entscheidung.


Charline von der Zwergenburg bei uns

Charline hat sich wunderbar angepasst. Sie ist fröhlich und anhänglich, aufmerksam, lernfähig und intelligent. In unserem Wohnumfeld hat sie mit anderen Hunden gleich Freundschaft geschlossen, aber das Wichtigste ist der liebevolle Umgang mit unserer behinderten Tochter.
Katja besucht von 08.00-14.00 Uhr eine Fördereinrichtung in einer Werkstatt für Behinderte. Wenn sie nach Hause kommt wird sie stürmisch von unserer Charline begrüßt. Katja reicht ganz lieb ihre Hand und streichelt sie, das war früher nicht so, sie war grob und griff derb zu. Heute beobachtet sie ganz genau den Hund der immer ihre Nähe sucht. Sie kann Spielsachen werfen und Charline bringt sie wieder zurück. Gemeinsame Spaziergänge und gemeinsamer Urlaub festigen das Verhältnis zwischen Mensch und Tier, bringen Spaß und Freude und sind tolle Erlebnisse
Konzentration und Ausdauer werden auf beiden Seiten gefördert. Tiere werden zum Abbau von Ängsten eingesetzt, streicheln führt zur Reduzierung von Spannungszuständen, selbst Motorik und Feinmotorik können über Hunde trainiert werden.
Seelisch und mental hat unser Hund uns wieder aufgebaut als mein Vater 2005 an Krebs verstarb. Er hat uns von momentanen Problemen und Beschwerden sehr gut abgelenkt und war für unseren Opa ein sensibler treuer Freund und Therapeut. Bis zum Schluss hat Charline unseren Opa begleitet und Freude bereitet.


Warum eine Zweithund?

2007 haben wir uns entschlossen für unsere Charline einen Spielpartner anzuschaffen.
Da sie bisher als Einzelhund bei uns aufwuchs, gab es die Schwierigkeit einen Fremdhund zu akzeptieren. Charline war im besten Alter, gesund, voller Lebensfreude und wir haben sie decken lassen.
Es war für uns die richtige Entscheidung und wir sind heute sehr glücklich darüber. Wir haben uns einen Traum vom „eigenen „ Hund erfüllt.
Sicherlich hatten wir am Anfang Bedenken, schaffen wir das alles(?) die Geburt, Welpen großzuziehen und erziehen?
Aber wir hatten viel Unterstützung von unserer Züchterin, Ingrid Behrendt.
Hochachtung an alle Züchter die sehr viel Zeit und Mühe aufbringen, diese Winzlinge gesund aufzuziehen.


Charlines Kinder

Unsere beiden Welpen Aron Picasso und Asta Pandora sind in unserer Familie mit sehr viel Liebe zu gesunden, aufgeschlossenen und fröhlichen Papillons erzogen worden. Wir sind rund um die Uhr für sie da und verbringen sehr viel Zeit mit Ihnen. Viel menschliche Zuwendung und der Kontakt zu anderen Menschen und Tieren waren und sind uns wichtig. Selbstverständlich wurden sie regelmäßig tierärztlich versorgt, entwurmt und gechipt.
Schweren Herzens haben wir den Rüden „Pico“ nach vier Monaten an eine liebe Familie abgegeben, denn zwei Hündinnen und ein Rüde unter Kontrolle zu halten, wenn die Mädchen läufig sind, war für uns nicht möglich. Unser "Pico" ist in sehr guten Händen, es geht ihm gut und wir haben zu der lieben Familie engen Kontakt.

Wir haben die Verantwortung für unsere Hunde für viele Jahre übernommen. Sie sind wichtige Partner und einfühlsame und lustige Spielkameraden. Hunde haben viele positive Effekte, man geht täglich spazieren und hat viele soziale Kontakte, sie sind Seelentröster und hören immer zu.
Tiere zu halten, sie zu umsorgen und zu pflegen, ist auch wichtig für die Entwicklung von Kindern. Zudem sind die Vierbeiner gut für Gesundheit und Seele, denn sie schaffen Bewegung und Ausgeglichenheit, Freude und Abwechslung. Kinder lernen dadurch schon sehr früh Verantwortungsbewusstsein.
Unsere Charline hat ihre Kinder mit viel Liebe groß gezogen und hat ihre positiven Charaktereigenschaften, ihr freundliches und aufgewecktes Wesen auf ihre Kinder übertragen. Wir sind um sehr viele schöne Erfahrungen reicher geworden.
Für uns stand nicht im Vordergrund eine Zucht aufzubauen.
Mit Para haben wir unser praktisches Ziel erreicht, denn Mutter und Tochter lieben die Zweisamkeit, sind somit ein munteres und spielfreudiges Pärchen.
Der Spieltrieb unserer Hunde weckt bei unserer Katja deutlich die Aufmerksamkeit, die Konzentration und die Bewegungsfreude. Sie nimmt bewusster den Kontakt zu den Vierbeinern auf.
In Ihrer Entwicklung ist sie weiter voran gekommen, auch wenn es ab und zu Rückschläge gibt.

Auch für unsere älteren Familienmitglieder sind unsere Vierbeiner eine Abwechslung und bringen viel Freude. Sie beobachten sie beim Spielen oder Rennen im Garten, hinterher wird dann geschmust. Menschen im Rollstuhl sind für unsere Hunde kein Problem.
Für uns als Eltern sind das kleine Erfolge und zeigen uns weitere Möglichkeiten... .
-zurück-
© F. Riebe